Vorarlberg

Best of Ländle


AUS DEM RAILAXED MAGAZIN SOMMER 2018

Text — Janina Lebiszczak

Das westlichste Bundesland vereint Natur und Kultur. Und auch wenn man die Vorarlberger nicht immer auf Anhieb versteht: Sie verstehen es zu genießen!

 

Manche nennen es das „Auenland von Österreich“, weil es so herrlich anders ist, so bergig, so grün, so mystisch-wildromantisch. Aber nicht nur Fans von „Herr der Ringe“ sind begeistert. Das Ländle ist anders als der Rest von Österreich – und das ist gut so. Viele Vorarlberger Kulturformen unterscheiden sich stark von denen der übrigen Bundesländer, so auch die Dialekte. „Du Ländle, meine teure Heimat, wo längst ein rührig Völklein weilt, wo Vater Rhein, noch jung an Jahren, gar kühn das grüne Tal durcheilt,“ heißt es in der Landeshymne – was für einen Gast noch leichter zu verstehen ist als der Dialekt der Einheimischen. Aber keine Sorge: Die Vorarlberger verstehen dafür alle anderen und sind bekannt für ihre Geselligkeit – bei Gruppengesprächen unter Landeskindern kann es jedoch schon mal vorkommen, dass man ahnungslos zurückbleibt. Wenn Sie mit einem „Heile, wia hosch as?“ begrüßt werden, ist das aber in jedem Fall etwas Gutes!

GO WEST

Was Vorarlberg so besonders macht, ist jedoch seine Landschaft. Die Berge, die Täler, die zauberhaften Wälder warten auf ihre Adoranten. So ein Bergsommer im Montafon oder eine Schiffsfahrt am Boden­see bleiben für immer in Erinnerung. Und beides ist machbar: Vorarlberg ist das zweitkleinste Bundesland Österreichs, vom kühlen Nass bis zur Alm-Idylle ist es nie weit. Trotz der Enge findet man vielfältige und sehr ur­sprüngliche Landschaftsformen. Vorarlberg ist nicht nur das Land an der Grenze zu Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Hier treffen außerdem die Ost- auf die Westalpen und hier verläuft die europäische Zentralwasserscheide zwischen dem Schwarzen Meer und der Nordsee. Das unbestrittene Königserlebnis unter den Ausflügen? Die Pfänderbahn, denn schon kurz nachdem die Gondel die Talstation ve­rlässt, sieht man bereits den See und das Dreiländereck am Horizont. Sowohl Besucher als auch Einheimische nutzen den Pfänder als einzigartigen Erholungsort, sei es für eine Wanderung auf einem der zahlreichen Wege, für eine Biketour, für einen Besuch des Alpenwildparks oder einfach nur für ein gutes Essen auf der Panoramaterrasse des Berghauses. Aber nicht nur Naturfreunde kommen im Ländle auf ihre Kosten. Die Bregenzer Festspiele locken jährlich Hunderttausende Kulturbegeisterte aus aller Welt an, diese Saison feiert Bizets „Carmen“ am 19. 07. Premiere. Die spektakuläre Seebühne ist die größte ihrer Art weltweit, 162.000 Karten warten auf Besucher der Spiele am Ufer. Wer keine ergattern kann, kommt im Ländle trotzdem zu Kulturgenuss – und zwar im Kunsthaus Bregenz. 2017 war für das KUB mit 70.000 Besuchern eines der erfolgreichsten Jahre, 2018 will man das mit jeder Menge Innovation und Kunst noch toppen. Im Spätsommer kann man sich dann bei der „FAQ Bregenzerwald“ vergnügen, einem Forum mit Festivalcharakter, kulinarischem Anspruch und dem Ziel, Menschen zu inspirieren und frische Gedanken zu vermitteln – wobei dazu auch ein Blick auf die einzigartige Landschaft reicht. Oder man besucht das „Philosophicum Lech“: Im mondänen Ferienort treffen sich jährlich intellektuelle Größen aus allen Bereichen. Heuer stehen die Vorträge und Diskussionen, unter anderem vom wissenschaftlichen Leiter, der Philosophie-Ikone Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, unter dem Motto „Die Hölle. Kulturen des Unerträglichen“ auf dem Programm. Vorarlberg jedoch, so scheint es, ist eher der Himmel auf Erden.


Mit den Vorarlberg Lines einmal rund um den Bodensee.


 
Täglich stehen 11 Railjet- Verbindungen zwischen Wien und Vorarlberg zur Auswahl. Ab Graz gibt es eine direkte Eurocity Verbindung mit einem Panoramawagen in der 1. Klasse. Infos: oebb.at/vorarlberg

Pfänderbahn

Das beliebteste Ausflugsziel der Bodenseeregion und laut Fachverband ganz offiziell die „beste österreichische Sommerbergbahn“. In sechs Minuten rund 600 Höhenmeter bewältigen und einen Ausblick genießen, der mitten ins Herz trifft.

Kunsthaus Bregenz

Vergessen Sie das MOMA: Das KUB ist nicht nur wegen seiner Architektur über die Landesgrenzen hinaus bekannt, sondern vor allem aufgrund der einzigartigen Ausstellungen, die in den letzten 20 Jahren präsentiert wurden.

Restaurant Moritz

Im Jänner wurde der Gastro-Hotspot des Ländles wiedereröffnet. Das Restaurant befindet sich in der geschichtsträchtigen alten Jüdischen Schule in Hohenems und bietet Gaumenfreunden von Küchenchefin Sarah Brückner.

Bregenzer Festspiele

Die unverwechselbare Atmosphäre und die einzigartige Kombination von Natur und Kultur begeistern jedes Jahr aufs Neue. Schon James Bond jagte über die größte Seebühne der Welt mit ihren rund 7.000 Sitzplätzen.

Schiffsfahrten auf dem Bodensee

Die Linienschiffe bieten nicht nur Fahrten zu verschiedenen Bodenseehäfen, sondern auch großartige Panorama-Trips an. Für coole Events auf dem Wasser gibt’s die „Sonnenkönigin“. Und im Harder Hafen liegt der historische Raddampfer „Hohentwiel".

Credits: © Illustration: Blagovesta Bakardjieva, carolineseidler.com;
Fotos: Kunshaus Bregenz / Matthias Weissengruber; Adobe Stock / fotodesign-jegg.de;
Adobe Stock / Klaus Heidemann; Adobe Stock / Felix; Adobe Stock / azure; Adobe Stock / orinocoArt
 
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