26.09.2018

Die fünf schönsten Picknickspots in Wien


SLOW FOOD
Autor — Valentina Seisenbacher



Beim Essen kommen ja bekanntlich die Leut' zusammen. Warum sich also nicht auf ein entspanntes Picknick mit schönster Atmosphäre in Wien treffen? Wir zeigen dir die fünf schönsten Spots der Stadt und was in deinem Picknickkorb auf keinen Fall fehlen darf.

Über den Wolken

Zwar nicht ganz über den Wolken, aber für alle, die hoch hinauswollen, empfiehlt sich ein Picknick mehr oder weniger über der Stadt. Auf dem Nussberg im 19. Bezirk genießt du zwischen unzähligen Weinreben einen Ausblick auf Wien, den du so schnell nicht mehr vergessen wirst. Besonders schön ist dieses Platzerl am Abend, wenn die Häuser langsam ins nächtliche Licht der Großstadt getaucht und zum Glänzen gebracht werden - Gänsehautfeeling pur.

Für den Fall, dass es euch zu späterer Stunde draußen doch zu frisch wird oder euer Picknickkorb einfach nichts mehr hergibt, ihr aber immer noch Guster auf einen guten Schluck oder einen Nachtisch habt, bietet sich ein Besuch bei einem der zwei umliegenden Heuriger (Mayer am Nussberg bzw. Wieninger am Nussberg) an. Für gemütliche Atmosphäre und Köstlichkeiten von Wein bis Apfelstrudel ist dort immer gesorgt.

Die Ruhe im Herzen der Stadt

Oldie but Goldie. Ein Klassiker, der in unseren Top 5 nicht fehlen darf, ist der Wiener Stadtpark im 3. Bezirk. Die große, lebhafte Parkanlage heißt dich und deine Freunde mit verschiedensten Picknickspots herzlichst willkommen und lädt dich zum genüsslichen Entspannen ein. Egal, ob du deine Decke auf einer der Liegewiesen oder direkt am Wasser ausbreitest: Deine köstlichen, selbst gemachten Aufstriche und die kleinen Pizzaschnecken schmecken überall.

Übrigens: Wer den Kuchen vergessen hat, kommt an einem Besuch bei der Konditorei Oberlaa gleich über der Brücke nicht vorbei.

Urlaubsfeeling pur

Wer sich nach Strand und dem Gefühl von Sandkörnen zwischen den Zehen sehnt, aber in nächster Zeit keinen Urlaub am Meer geplant hat, fährt zur guten alten Donauinsel. Damit meinen wir nicht die schwimmenden Badeinseln, die im Sommer heillos überfüllt sind, sondern die Strände, die man etwas nördlicher, knapp an der Stadtgrenze, nahe Klosterneuburg vorfindet. Sand, Kies und ein wenig im Wind wehendes Schilf lassen dich hier vergessen, dass du dich in Wien befindest, während du genüsslich an einem selbst gemixten Gin Tonic schlürfst und dich den Köstlichkeiten in deinem Picknickkorb hingibst.

Wer doch Lust auf etwas sportliche Verausgabung hat, findet etwas südlicher einen Wakeboard-Lift (geöffnet: Mai bis September) mit dazugehöriger Strandbar, die mit Erfrischungen und ein paar österreichischen Jausenschmankerl auf dich wartet. Oder man verlegt das Picknick auf ein Boot und kurft etwas die alte Donau entlang.

Für alle mit Fernweh

Darf es etwas exotischer sein? Benannt nach einem Stadtteil Tokios, der seit 1984 ein Schwesterbezirk von Döbling ist, hält der japanische Setagayapark im 19. Bezirk himmlisches Flair für dich bereit. Bereits am Eingang heißt dich der Stein "Furomon" willkommen, der ein Zeichen zum Eintritt ins Paradies ist und, genauso wie das Teehaus und die Pagode, Geschenke der Stadt Tokio an die Stadt Wien waren. Zwischen dem plätschernden Fluss, der sich durch den Park schlängelt, um vor dem Teehaus in einen Teich zu münden, und typisch japanischen Pflanzen, kannst du wunderbar zur Ruhe kommen.

Leider ist das Betreten der Grünflächen verboten, aber der Park hält genügend Sitzgelegenheiten bereit, um dir keinen Strich durch deine Picknickpläne zu machen. Außerdem: Wer hat gesagt, dass man beim Picknicken immer am Boden sitzen und sich dabei die Beine verrenken muss, bis diese einschlafen? Wer sich ein wenig dem Klischee von Japan und Sushi hingeben möchte, darf das gerne tun und bei selbst mitgebrachten Maki und Lachs-Sushi verträumt den Kois und Schildkröten im Wasser zuschauen.

Inmitten der Natur

Verbinde ein Picknick mit einem schönen Spaziergang an der herrlich frischen Luft im Lainzer Tiergarten. Hier wird Natur- und Artenschutz großgeschrieben, wodurch du und deine Freunde eine große Bandbreite an heimischen Pflanzen und (Wild-)Tieren erleben könnt.

Auch Kulturfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Die Hermesvilla, die Kaiser Franz Joseph seiner Gattin Elisabeth geschenkt hatte (in der Hoffnung, sie öfter in Wien halten zu können), kann nicht nur von außen bestaunt, sondern auch von innen erkundet werden. Anschließend kann man sich auf den Lagerwiesen gemütlich im Gras ausstrecken und die Zeit gemeinsam vergessen. Wir finden, dass sich dieser Spot für eher traditionellere Picknick-Kulinarik, wie Gemüsesticks mit Dips, belegte Brote oder Salat eignet, aber das ist Geschmackssache.

Ob traditionell österreichische oder vegane Lifestyle-Küche ist schlussendlich egal, solang’s schmeckt und du dich in guter Gesellschaft am richtigen Ort befindest.

 

 
 
 
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