24.01.2019

Hüttenzauber: Von rustikal bis romantisch


AUSFLUGSZIELE
Autor — Janina Lebiszczak



Nach Weihnachten können wir es eigentlich nicht mehr hören: "Last Christmas" von Wham. Doch einmal, so wie im berühmten Video, in einer verschneiten Hütte urlauben, das klingt dann doch verlockend: Romantische Spaziergänge durch unberührte Natur, die einsame Winterlandschaft genießen und abends vor dem offenen Kamin ein gutes Glas Wein - herrlich! Und die Nachfrage steigt: Es gibt immer mehr Gastgeber, das Angebot reicht von einsamen Häuschen in den Wäldern bis hin zu schicken Chalet-Dörfern.

Mit dem Zug zur Hütte

Menschen, die gerne Hütten-Urlaub machen, legen oft Wert auf Nachhaltigkeit. Und was liegt da näher, als mit der Bahn anzureisen? Für jeden Gast, der von Anfang an umweltfreundlich entschleunigen möchte, ist das eine komfortable Lösung. Die letzten paar Meter zum Paradies - das liegt in der Natur der Sache - muss man mit Bus/Taxi/Shuttle oder gar per pedes bewältigen.

Unsere Lieblinge an der Strecke von rustikal bis schick, von einsam bis abwechslungsreich findet ihr hier:



Hütte im Schnee © Hüttenland

Hüttenland

Das ökosoziale Reiseportal Hüttenland hat zur Freude aller autolosen Menschen über 100 Berghütten und Bauernhäuser in Höhenlage im Programm, die man bequem mit Bahn und Öffis erreicht. Bei jeder Unterkunft sind der Bahnhof inklusive Fahrplan und die nächste Bushaltestelle angeführt, ebenso Verpflegungsmöglichkeiten wie Bauernläden oder Gasthäuser.

Ein Beispiel für Verliebte: Das "Waldhüttl" am Karwendel auf 887 Metern mitten im Alpen-Naturpark bietet Platz für zwei Personen. Auf einer Lichtung wird man von der Morgensonne geweckt, erlebt das Rauschen des Waldes und blickt weit über die herrliche Bergwelt Tirols. In der kuscheligen Berghütte gibt es ein großes gemütliches Bett, eine Sitzecke und einen Holzherd, mit dem es schnell warm wird und ganz wie in alten Zeiten, auf dem Feuer gekocht werden kann.

Anreise mit der Bahn: Ab Innsbruck Hbf geht's jede halbe Stunde mit der S-Bahn zur Haltestelle Terfens-Weer. Von dort ist man in 10 Minuten mit dem Taxi beim "Waldhüttl".



Holzhütte im Schnee © Naturfreunde

Naturfreunde

Die "Naturfreunde" werden ihre schönsten Hütten 2019 in themenorientierte Erlebnis-Chalets umwandeln - mit dem "Österreichischen Umweltzeichen" sind sie jetzt schon prämiert. Unser Liebling derzeit: Die gemütliche Traisnerhütte, an den Gutensteiner Alpen gelegen und inmitten der grünen Lunge Niederösterreichs - denn drei Viertel der Region sind mit Wald bedeckt. Die Hütte steht auf der Kloster-Hinteralpe und ist von der Bergstation des Muckenkogels in 45 Minuten Gehzeit erreichbar. Hunde sind willkommen, es gibt neben den üblichen "Lagerplätzen" für Winterwanderer auch gemütliche Privatzimmer mit Top-Aussicht. Kochen muss man hier nicht selber, der Wirt legt Wert auf herzhafte, regionaltypische Speisen.

Anreise mit der Bahn: Vom Hauptbahnhof St. Pölten fahren regelmäßig Züge nach Lilienfeld.



INNs HOLZ Chaletdorf © INNs HOLZ Chaletdorf

INNs HOLZ Chaletdorf

Im oberösterreichischen Mühlviertel nahe der Grenze zu Tschechien zeigt sich Väterlein Frost von seiner schönsten Seite: Der Böhmerwald ist ein Zentrum des nordischen Wintersports. Eisläufer treffen sich hier am liebsten am nahen Moldaustausee, denn wenn die Eisschicht dick genug ist, wird dort eine rund elf Kilometer lange Strecke präpariert. Nach so viel Frischluft will man sich erholen: Das INNs HOLZ Chaletdorf mit seinen elf Hütten ist ein wahrgewordener Traum. Am knisternden Kaminfeuer macht sich Romantik breit, die finnische Sauna und die freistehende Wanne laden zum Entspannen ein. Auf Wunsch kommt sogar ein Masseur ins Haus und morgens muss man nicht mal den Pyjama ausziehen. Der Wirt serviert das köstliche Frühstück bis ins Chalet.

Anreise mit der Bahn: Die Mühlkreisbahn fährt von Linz-Urfahr bis nach Aigen-Schlägl. Abholung vom Bahnhof.



© Lehenriedl, Michael Gruber

Lehenriedl

Wagrain ist ein Mekka für Wintersportler. Die Familie Vorderegger hat sich für ihre drei Rosen-Chalets auf einem Sonnenplateau ein besonders schönes Platzerl ausgesucht: Edelrose, Alpenrose und Wildrose bieten Platz für zwei bis sechs Personen. Hier setzt man noch auf Handarbeit. Das Holz für die gemütlichen Häuschen wurde aus ihrem eigenen Wald geholt und die Schindeln für die Dächer selbst geschnitzt. Fürs Interior hat man nur heimische Materialien verwendet, sorgfältig aufbereitet von Handwerksmeistern aus der Region. Die Familie unterstützt den autofreien Urlaub und shuttelt die Gäste dorthin, wo sie schöne Stunden verbringen möchten. Auf Skiern zur Bergbahn oder in eines der schönen Gasthäuser in der Region.

Anreise mit der Bahn: Ab Bischofshofen mit dem Regionalzug bis St. Johann im Pongau. Von dort geht's mit dem ÖBB Postbus bis Wagrain.

 
 
 
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